Der Fachkräftemangel erreicht eine neue Dimension: Für 52 % der deutschen Unternehmen ist er aktuell die größte Herausforderung in der Personalplanung. Besonders dramatisch zeigt sich die Lage bei Bewerber*innen mit abgeschlossener Berufsausbildung, wie eine aktuelle Randstad-ifo-Umfrage verdeutlicht.
Traditionelle Lehrmethoden stoßen zunehmend an ihre Grenzen, wenn es darum geht, Lernende auf komplexe berufliche Anforderungen vorzubereiten. Klassischer Frontalunterricht und lange Theorieblöcke erschweren oft den Transfer in die Praxis. Gleichzeitig müssen Lehrkräfte individuelle Lernbedürfnisse berücksichtigen und große Gruppen effizient unterrichten. Angesichts dieser Herausforderungen entstehen neue Ansätze für die berufliche Bildung. Das Unternehmen Lucas-Nülle hat mit Real Experience Learning (RXL) und der digitalen Lernwelt RXLea einen Ansatz entwickelt, der theoretisches Wissen mit praktischen Anwendungsszenarien verknüpft.
Ein Jahr nach Einführung der kostenfreien Meisterausbildung in Hessen zeigt sich: Die 3.500-Euro-Prämie wirkt. Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori zog bei einer Pressekonferenz in Geisenheim eine positive Bilanz des Förderprogramms, das die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung unterstreichen soll: Seit dem 1. Juni 2024 erhalten Absolvent*innen, die ihre Meisterprüfung oder eine gleichwertige öffentlich-rechtliche Fortbildungsprüfung erfolgreich abgeschlossen haben, eine Aufstiegsprämie in Höhe von 3.500 Euro. Diese Summe deckt die anfallenden Kosten für Lehrgänge und Prüfungen in der Regel vollständig ab.
Autor Viele Unternehmen — und auch Bildungseinrichtungen — lassen wertvolle Fördermöglichkeiten ungenutzt und verringern damit ihr Innovationspotenzial. Meist liegt es nicht am fehlenden Bedarf, sondern an Unkenntnis, Angst vor Bürokratie und dem Gefühl, im Förderdschungel nicht durchzublicken. Dabei lässt sich er vermeintlich komplizierte Prozess meistern, wenn man den richtigen Einstieg findet.
Der Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften ist längst nicht mehr nur ein Thema für Personalabteilungen. Er bremst kurzfristig Innovationen aus, betrifft mittelfristig ganze Branchen und gefährdet langfristig auch die digitale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
Eine neue Studie des Fraunhofer IAO zeigt auf, wie der Dienstleistungssektor Gastwelt (dazu gehören z. B. Tourismus, Hospitality, Foodservice & Freizeitwirtschaft) hilft, unsere Sozialsysteme effektiv zu entlasten. Nicht zuletzt könnten gezielte Bildungsmaßnahmen ausländische Arbeitskräfte schneller in den deutschen Arbeitsmarkt eingliedern — sofern die Weichen für Kompetenzentwicklung und Qualifizierung gestellt werden.
Eine aktuelle Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) bestätigt die Existenz eines Gender Training Gap in der betrieblichen Weiterbildung. Die Studie von Yvonne Lott, Magdalena Polloczek und Eileen Peters zeigt, dass zwar keine Geschlechterungleichheiten bei der Teilnahme an Weiterbildungen bestehen, wohl aber Unterschiede bei den Themen Unterstützung und Möglichkeiten.
Von Bildungsgutschein bis Qualifizierungsgeld – staatliche Programme bieten umfassende Unterstützung für berufliche Fortbildungen
Fachkräftemangel im Bereich KI ist längst kein Zukunftsszenario mehr: Betriebe suchen händeringend nach Fachkräften, die Machine-Learning-Modelle verstehen und in Geschäftsprozesse integrieren können. Die zahlreichen Anfragen ihrer Mitgliedsunternehmen haben der IHK Reutlingen den Bedarf deutlich vor Augen geführt.
Der Streamingdienst, der passende Filme vorschlägt, die Personalabteilung, die Bewerbungen mithilfe von KI vorsortiert oder die Ärztin, die KI-Unterstützung bei ihrer Diagnose nutzt — Künstliche Intelligenz ist mitten im Alltag angekommen.
Die Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) schlägt einen pragmatischen Weg ein: Künstliche Intelligenz soll künftig lästige Alltagsaufgaben erledigen, damit mehr Zeit für das eigentliche Handwerk bleibt.
Handwerksbetriebe kämpfen mit einem doppelten Problem: Während qualifizierte Fachkräfte fehlen, halten sich Kunden aufgrund politischer Unsicherheiten mit Aufträgen zurück. Das New Work-Konzept kann Betrieben dabei helfen, sich in diesem Spannungsfeld zu behaupten und gleichzeitig attraktiv für neue Mitarbeitende zu werden.
Grundlegende Digitalkompetenzen sind inzwischen in fast allen Berufen unverzichtbar geworden: Ob im Umgang mit Künstlicher Intelligenz, bei IT-Sicherheit und Datenschutz oder bei der Nutzung spezieller Tools wie Kollaborations-Software und Cloud-Diensten – digitales Know-how wird zunehmend zum Standard. Eine aktuelle repräsentative Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt nun, wie Unternehmen darauf reagieren.
Der Begriff Flexibilität ist in der Arbeitswelt zum Buzzword geworden – doch was genau darunter zu verstehen ist, darüber herrscht offenbar große Uneinigkeit. Eine aktuelle Studie von Randstad deckt eine erhebliche Definitionslücke zwischen den Vorstellungen von Personalverantwortlichen und Beschäftigten auf.
Der viel beklagte Fachkräftemangel in Deutschland hat offenbar auch hausgemachte Ursachen. Wie eine aktuelle Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, hängt die Personalknappheit in vielen Betrieben auch mit unzureichenden Löhnen, widrigen Arbeitsbedingungen und fehlenden Investitionen in Aus- und Weiterbildung zusammen.
Schüler*innen, bei denen der Hauptschulabschluss gefährdet ist, können an 24 Schulen in Sachsen-Anhalt im zweijährigen Modell „Produktives Lernen“ einen gleichwertigen Abschluss schaffen. So verbessern sie ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz.
Deutschland soll in 20 Jahren klimaneutral sein. Das kann nur mit einem massiven Ausbau der Wind- und Solarenergie gelingen. Hierfür werden wiederum rund 300.000 zusätzliche Fachkräfte benötigt. Nur: Können Bauelektriker*innen automatisch auch Windkraftanlagen installieren? Sind Dachdecker*innen immer auch in der Lage, Solaranlagen zu montieren? Welche Skills sollten sie mitbringen? Der Frage nach den erforderlichen Kompetenzen in den Klimajobs und ihrem Erwerb widmet sich diese aktuelle Studie.
Eine zukunftsorientiertere Berufsbildung und entsprechende Angebote, die auf Umwelt und Nachhaltigkeit einzahlen, sind das Ziel verschiedener Förderprogramme und -initiativen. Wir haben uns drei näher angeschaut.
Künstliche Intelligenz revolutioniert die Arbeitswelt – allerdings langsamer als vielfach angenommen. Eine aktuelle Analyse des KI-Unternehmens Anthropic zeigt: Nur in 4 % der Berufe nutzen Beschäftigte KI-Tools intensiv für ihre täglichen Aufgaben.
Deutschland zeigt bei den Grundkompetenzen Erwachsener ein gemischtes Bild: Während ältere Menschen im internationalen Vergleich überdurchschnittlich gut abschneiden, offenbart die aktuelle PIAAC-Studie 2023 (Programme for the International Assessment of Adult Competencies) auch besorgniserregende Entwicklungen. Die vom GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften unter Leitung von Professorin Beatrice Rammstedt durchgeführte Erhebung wurde von der OECD initiiert.