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Wie WorldSkills Germany weltweit Bildungsmaßstäbe setzt

Globale Berufsbildung im Fokus

Die Förderung junger Talente macht nicht an Landesgrenzen halt. Durch gezielte Kooperationen trägt WorldSkills Germany dazu bei, das universelle Lernformat „Lernen im Wett­bewerb“ global zu verankern. Ein Blick auf die aktuellen Projekte zeigt die beeindruckende Dynamik dieser inter­nationalen Zusammenarbeit.

Solche Begegnungen sind ein Gewinn für beide Seiten. Wir lernen voneinander und stärken gemein­same Standards.“

 Thorben Grübnau

Die ghanaische Delegation zu Besuch bei Thorben Grübnau (r.), Bundestrainer der Köche.

(Quelle: WorldSkills Germany/WorldSkills Ghana)

Die ghanaische Delegation zu Besuch bei Thorben Grübnau (r.), Bundestrainer der Köche.

Kanada sucht den ­Austausch nach Eur­opa aufgrund politischer Entwicklungen mehr denn je.“

Pakistan: Ein Neustart mit System und Leidenschaft

In Pakistan befindet sich die WorldSkills-Bewegung in einer Phase des dynamischen Aufbruchs. Nachdem das Land bereits 2017 Mitglied bei WorldSkills International wurde, machte die Pandemie einen Neustart erforderlich. Unter dem Motto „Restart August 2024 — October 2027“ arbeitet WorldSkills Germany gemeinsam mit der National Vocational and Technical Training Commission (NAVTTC) im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammen­arbeit (GIZ) GmbH und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) an einem nachhaltigen Wettbewerbssystem.

Der Fortschritt ist messbar: Aus 226 Bewerbungen wurden in einem strengen Verfahren 109 Top-Trainer*innen aus allen Regionen des Landes ausgewählt. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist dabei der Einsatz deutscher Expertise vor Ort. So schulte Bundestrainer Dill Khan (Digital Con­struction) in Islamabad und Lahore über 100 Instruktoren, zur besseren Verständlichkeit auf Urdu, in Wettbewerbs­standards und ethischen Grundsätzen. Die Beschreibungen der technischen Standards aller Wettbewerbsdisziplinen und die Wettbewerbsaufgaben der letzten Jahre finden den Weg in die Rahmenlehrplanentwicklung in Pakistan. Ein Lern­managementsystem befindet sich im Aufbau und dient der Wissensverbreitung. Die Professionalisierung zeigt Erfolg: Für die WorldSkills Shanghai 2026 ist Pakistan bereits offiziell in den Disziplinen Koch*Köchin, Elektroinstallation und Grafikdesign registriert. Auch John Lohrmann, Bundestrainer in der Disziplin Schweißen, und Holger Müller, Spezialist für Elektrotechnik, waren bereits Ende 2025 vor Ort. Im Januar 2026 wurden zwei weitere Trainings durch­geführt.

Stolz auf ein erfolgreiches Training: John Lohrmann (Bundestrainer Schweißen) mit Auszubildenden in Pakistan.

(Quelle: WorldSkills Pakistan)

Stolz auf ein erfolgreiches Training: John Lohrmann (Bundestrainer Schweißen) mit Auszubildenden in Pakistan.

Kulinarische Brücken nach Ghana

Dass Wissenstransfer keine Einbahnstraße ist, bewies der Besuch einer ghanaischen Delega­tion im November 2025. In Oldenburg absolvierten Fachkräfte aus Ghana ein intensives Training beim deutschen Bundestrainer der Köche*Köchinnen, Thorben Grübnau. Dabei ging es um weit mehr als Rezepte: Im Fokus standen die gesamte Wett­bewerbsmethodik, moderne Küchentechniken und die Arbeitsorganisation nach internationalen Standards. „Solche Begegnungen sind ein Gewinn für beide Seiten. Wir lernen voneinander und stärken gemeinsame Standards“, betont Grübnau. Das Projekt bildet das Fundament für Ghanas Weg zu den Weltmeisterschaften der Berufe in Shanghai. Der Besuch der Delegation wird im Rahmen eines Finanzierungsvertrags der GIZ im Auftrag BMZ und der Europäischen Union (EU) umgesetzt.

Am Rande der WorldSkills Lyon 2024 unterzeichneten Vertreter von WorldSkills Germany und Skills Canada Alberta ein Memorandum of Understanding zur künftigen Zusammenarbeit.

(Quelle: WorldSkills Germany)

Am Rande der WorldSkills Lyon 2024 unterzeichneten Vertreter von WorldSkills Germany und Skills Canada Alberta ein Memorandum of Understanding zur künftigen Zusammenarbeit.

Partnerschaften auf Augenhöhe: Kanada und Algerien

Weit über den afrikanischen und asiatischen Kontinent hinaus, pflegt WorldSkills Germany eine intensive „Partner­ship in Excellence“ mit WorldSkills Canada Alberta. Bis 2027 ist diese Kooperation angelegt, die einen regen Austausch in neun Skills vorsieht. Erste Besuche kanadischer Expert*­innen und Teilnehmenden fanden bereits statt, weitere stehen bevor. Eine deutsche Delegation wird im Mai 2026 in Alberta erwartet, um an den dortigen regionalen Wettbewerben teilzunehmen. Kanada sucht den Austausch nach Europa aufgrund politischer Entwicklungen mehr denn je. Von diesen internationalen Vergleichstrainings profitieren beide Seiten gleichermaßen, um die fachliche Exzellenz auf ein neues Niveau zu heben.

In Algerien liegt der Fokus auf dem strukturellen Wissens­transfer. Im Projekt AEDA II unterstützt WorldSkills Germany das Bildungsministerium (MFEP) beim Aufbau eigener Wettbewerbsstrukturen. Eine algerische Delegation sam­melte dazu bereits Best Practices bei den EuroSkills Herning 2025. Wir begleiten und coachen die Partner nun intensiv bei ihrem Ziel, neues Mitglied von WorldSkills International zu werden, um berufliche Exzellenz nachhaltig im algerischen Bildungssystem zu verankern.

Ob durch digitale Tools wie moderne Lernmanagementsysteme in Pakistan oder den direkten Austausch am Herd in Oldenburg: WorldSkills Germany zeigt, dass berufliche Exzellenz durch Kooperation und Leidenschaft keine Grenzen kennt.

Weitere Informationen finden Sie unter:

worldskillsgermany.com/projekte/international